Faszination
Devisenhandel
Gewinnen
Sie mit
den Schwankungen
am Devisenmarkt
Teil
I
/ Teil II
/
Teil
III
Einflüsse
auf die
Wechselkurse
in der Praxis
Gemäß
der volkswirtschaftlichen
Theorie
beeinflusst
die Entwicklung
der Preisniveaus
in zwei
Ländern
den Wechselkurs
zwischen
diesen beiden
Ländern
ebenso wie
die Entwicklung
der Zinsen.
Beide Größen
– Preisniveau
und Zinsen
– werden
aber durch
die Geldpolitik
des jeweiligen
Landes maßgeblich
bestimmt.
Das kann
auch nicht
weiter verwundern,
ist doch
der Wechselkurs
nichts anderes
als der
Preis einer
Währung.
Es lohnt
sich daher,
einmal einen
genaueren
Blick auf
die Geldpolitik
in den großen
Währungsblöcken
sowie auf
die Art
und Weise
der Messung
von Preisniveau
und Zinsen
zu werfen.
1.1
Die Preisentwicklung
In
allen Ländern
werden durch
die statistischen
Ämter
die Entwicklung
der Preisniveaus
für
verschiedene
Warenkörbe
gemessen.
Die größte
Beachtung
finden die
Konsumentenpreise
und die
Produzentenpreise,
wobei der
Index der
Produzentenpreise
– wiewohl
in der Öffentlichkeit
weniger
beachtet
– für
die Kaufkraftparitätentheorie
die größere
Rolle spielt.
Denn:
Während
im Index
der Konsumentenpreise
auch viele
Güter
erfasst
werden,
die nicht
handelbar
sind, setzt
sich der
Index der
Produzentenpreise
überwiegend
aus den
Preisen
handelbarer
Güter
zusammen.
Neben diesen
beiden Preisindizes
sind auch
die Indizes
für
die Export-
und Importpreise
wichtige
Größen,
die den
Wechselkurs
beeinflussen
können,
denn sie
geben die
preisliche
internationale
Wettbewerbsfähigkeit
der Güter
des jeweiligen
Landes wieder.
Die Angst
vor der
Deflation
Der Begriff
“Deflation”
ist zweideutig.
Als Gegenstück
zur Inflation
ist sie
ein anhaltender
Rückgang
des Preisniveaus.
Oftmals
wird Deflation
jedoch mit
einem starken
Nachfrageausfall
gleichgesetzt.
Eine solche
“deflatorische
Lücke”
und ihr
Auswachsen
zur Depression
ist die
Gefahr,
vor der
Krisenpropheten
warnen.
Wann führen
aber sinkende
Preise zu
sinkender
Nachfrage,
Produktion
und Beschäftigung?
Schrumpfen
bei Preisrückgängen
die Gewinne,
gehen manche
Unternehmen
in Konkurs,
andere investieren
weniger.
Wenn auch
die Löhne
sinken,
dann bleiben
zwar Arbeitsplätze
erhalten,
Einkommen
und Konsum
können
aber zurückgehen.
Schließlich
schieben
die Konsumenten
in Erwartung
sinkender
Preise manche
Käufe
auf die
lange Bank.
Schrumpfen
zudem Immobilienpreise
und Aktienkurse,
dann können
die Schulden
die Vermögenswerte
übersteigen
und die
Gefahr von
Kreditausfällen
und Bankenkrisen
wächst.
Obwohl in
den USA
und besonders
auch in
Deutschland
deflationäre
Gefahren
bestehen,
sind beide
Länder
von dem
beschriebenen
Szenario
derzeit
weit entfernt.
Die Zinssätze
in einer
Volkswirtschaft
entscheiden
maßgeblich
über
die Höhe
der Investitionen.
Je niedriger
die Zinsen
sind, die
durch Geldanlage
am Kapitalmarkt
erzielt
werden können,
um- so attraktiver
werden andere
Möglichkeiten
der Geldanlage,
wie zum
Beispiel
Investitionen
in Unternehmen.
Darüber
hinaus wird
für
private
Haushalte
das Sparen
unattraktiver,
je niedriger
die Zinsen
sind. Niedrige
Zinsen sorgen
daher auch
für
einen Anstieg
des Konsums.
Besonders
augenfällig
ist dieser
Zusammenhang
bei Entscheidungen
über
den Kauf
langlebiger
und teurer
Konsumgüter,
die eine
Verschuldung
erfordern,
wie zum
Beispiel
der Kauf
von PKWs
oder der
Bau und
Kauf von
Häusern.
Zur Messung
der Zinsniveaus
werden in
allen Ländern
verschiedene
“Zinsbarometer”
ermittelt,
die für
unterschiedliche
Laufzeiten
beispielhaft
die Zinsentwicklung
wiedergeben.
1.2
Langfristige
Zinsen und
Inflationserwartungen
Die
Höhe
der Zinssätze
für
3-Monatsgeld
wird maßgeblich
durch die
Markterwartungen
über
die zukünftige
Entwicklung
der Leitzinsen
bestimmt.
Rechnen
die Marktteilnehmer
z.B. mit
einer Erhöhung
der Leitzinsen,
dann spiegelt
sich das
in einem
Anstieg
der Zinssätze
für
3-Monatsgeld
wider. Das
ist insoweit
auch erwünscht,
da die Notenbanken
mit ihren
geldpolitischen
Maßnahmen
ja gerade
auf eine
Änderung
der kurzfristigen
Zinsen abzielen.
Die
langfristigen
Zinsen können
dagegen
von der
Geldpolitik
nicht direkt
gesteuert
werden.
In den Zinssätzen
am Rentenmarkt
spiegeln
sich nämlich
auch die
Inflationserwartungen
der Marktteilnehmer
wider.
Konjunkturzyklus
und Zinskurve
Das kommt
so: Die
Notenbanken
senken im
Konjunkturabschwung
und in der
Rezession
die Zinsen,
da in dieser
Phase die
Inflation
niedrig
ist und
natürlich
die Investitionsbedingungen
verbessert
werden sollen.
Dadurch
sinken die
Zinsen am
Geldmarkt.
Gleichzeitig
steigen
aber die
Zinsen am
Rentenmarkt,
da für
die Zukunft
eine höhere
Inflation
erwartet
wird – schließlich
wird die
Erhöhung
der Geldmenge
durch die
Senkung
der Leitzinsen
langfristig
zu einem
Anstieg
des Preisniveaus
führen.
Im Gegensatz
dazu hat
man es in
einer Boomphase
der Wirtschaft
häufig
mit einer
flachen
Zinskurve
zu tun:
Die Notenbank
erhöht
die Zinsen,
um die in
einer Boomphase
auftretende
Inflation
zu bekämpfen
und um eine
Überhitzung
der Wirtschaft
zu vermeiden.
Dadurch
steigen
die kurzfristigen
Zinsen am
Geldmarkt.
Die langfristigen
Zinsen am
Rentenmarkt
dagegen
fallen,
da die Marktteilnehmer
bereits
voraussehen,
dass die
Konjunktur
sich wieder
abschwächen
wird und
die Zinserhöhungen
durch die
Notenbank
zu einer
geringeren
Inflation
in der Zukunft
führen.
1.3
Rentenmarkt
und Wechselkurse
Natürlich
ist aber
am Rentenmarkt
nicht alles
so einfach,
wie bisher
dargestellt:
Auch an
den Rentenmärkten
bestimmen
Angebot
und Nachfrage
die Preise.
Gelingt
es zum Beispiel
einem Land,
seine Neuverschuldung
abzubauen,
dann sinkt
auch das
Angebot
von Staatsanleihen.
Verändert
sich die
Nachfrage
nicht, dann
führt
diese Angebotsverknappung
tendenziell
zu steigenden
Kursen und
sinkenden
Zinsen –
ohne dass
sich an
den Inflationserwartungen
etwas geändert
hat.
Darüber
hinaus kann
es zum Beispiel
zu steigenden
Kursen am
Rentenmarkt
kommen,
obwohl die
Notenbanken
die Zinsen
gesenkt
haben und
die Inflationserwartungen
für
die Zukunft
gestiegen
sind.
Der Grund:
Die Risikobereitschaft
der Anleger
ist aus
irgendwelchen
Gründen
gesunken,
weshalb
sie die
Geldanlage
in den sicheren
Rentenpapieren
suchen.
Man spricht
hier davon,
dass die
Rentenpapiere
der Schuldner
mit höchster
Bonität,
also die
Staatspapiere
der Industrieländer,
als “sicherer
Hafen” für
die Geldanlage
dienen.
Dies war
zum Beispiel
im Vorfeld
des Irak-Krieges
zu beobachten.
Doch sind
solche Entwicklungen
gewöhnlich
nicht von
langer Dauer.
Langfristig
gilt der
beschriebene
Zusammenhang
zwischen
Konjunkturerwartungen,
Inflationserwartungen
und langfristigen
Zinsen.
1.4
Die Instrumente
und Ziele
der Geldpolitik
Träger
der Geldpolitik
ist die
Notenbank
(auch: Zentralbank)
des jeweiligen
Währungsraums.
Ziel der
Geldpolitik
ist die
Preisstabilität.
Wie jedoch
diese Preisstabilität
definiert
wird, ist
von Notenbank
zu Notenbank
verschieden.
Die meisten
Zentralbanken
setzen Inflationsziele
fest (in
der Regel
in etwa
2 Prozent).
Null Prozent
Inflation
ist nicht
wünschenswert,
da die Gefahr
negativer
Auswirkungen
auf die
Konjunktur
besteht,
wenn der
Wirtschaft
nicht ausreichend
Liquidität
zur Verfügung
gestellt
wird.
Es wird
daher eine
geringe
Inflation
in Kauf
genommen.
Natürlich
können
die Notenbanken
das Preisniveau
nicht direkt
beeinflussen,
sie können
lediglich
die Geldmenge
steuern.
Das geschieht
auch – aber
nicht nur
– über
Veränderungen
bei den
Zinsätzen,
zu denen
sich die
Geschäftsbanken
bei der
Notenbank
Geld beschaffen
können.
So sind
die wichtigsten
Instrumente
der US-Notenbank
(Federal
Reserve,
kurz: Fed)
der Zinssatz
für
Tagesgeld
(Fed Funds
Rate) und
die Offenmarktgeschäfte
(Open Market
Operations).
Auch die
Bank of
Japan (BoJ),
die EZB,
die Bank
of England
(BoE) und
die Schweizer
Nationalbank
(SNB) steuern
die Geldmenge
in erster
Linie mit
Hilfe dieser
beiden Instrumente.
Der Diskontsatz
(Discount
Rate) liegt
normalerweise
unter dem
Zinssatz
für
Tagesgeld,
besitzt
aber dort,
wo er überhaupt
noch Anwendung
findet,
nur eine
untergeordnete
Bedeutung.
Das Gleiche
gilt für
die Steuerung
der Geldmenge
über
die so genannte
Mindestreserve,
welche die
Geschäftsbanken
bei ihrer
jeweiligen
Zentralbank
halten müssen.
Der
Zinssatz
für
Tagesgeld
ist der
Zins, zu
dem sich
Geschäftsbanken
über
Nacht von
der Zentralbank
Geld leihen
können.
Veränderungen
in diesem
wichtigen
Zinssatz
dienen neben
ihren tatsächlichen
geldpolitischen
Wirkungen
dazu, dem
Markt klare
Signale
über
den weiteren
geldpolitischen
Kurs zu
geben.
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I /
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/ Teil
III
Quelle:
www.devisen-trader.de